8.8.12: Wer zu spät kommt … der verliert über 3 Mio. EURO

Wie wichtig eine rechtzeitige und planvolle Unternehmernachfolgeregelung sein  kann, zeigt das folgende Praxis-Beispiel:

 Wir waren beauftragt, den Unternehmer-Nachfolgeprozess bei einem metallverarbeitenden Betrieb in Norddeutschland zu planen und die Umsetzung aktiv und professionell zu begleiten. Es handelte sich hier um eine inhabergeführte GmbH mit rd. 80 Mitarbeitern und einer sehr guten Ertragslage. Der geschäftsführende Alleingesellschafter war 71 Jahre alt und gesundheitlich „angeschlagen“. Seine zweite Ehefrau und der Sohn aus dieser  Ehe, 25 Jahre alt, waren ebenfalls in dem Familienunternehmen tätig.

Nach den Vorstellungen / Willen des Vaters kam als sein Nachfolger nur dieser Sohn infrage. Nach relativ kurzer Zeit gelangten wir zu der Überzeugung, dass sein Sohn,mit Studienabschluss Betriebswirtschaft, für die angestrebte Position weder fachlich noch persönlich geeignet war.  Da sich der Gesundheitszustand des Seniors nicht wesentlich besserte und die Hausbank im Rahmen ihres Ratings die Nachfolge geklärt haben wollte, drängten wir auf eine baldige Ingangsetzung der Nachfolgeregelung.

Im Rahmen des von uns entwickelten Nachfolgekonzeptes suchten wir daher nach Lösungen, die mit den Vorstellungen des Inhabers möglichst deckungsgleich sein sollten. Durch unser weit gefächertes und aktive Netzwerk fanden wir eine kleine inhabergeführte Beteiligungsgesellschaft, die bereit war, die GmbH aufgrund ihrer Ertragsstärke und der guten Kundenstruktur für rd. 5 Mio. EUR zu erwerben.

Die Beteiligungsgesellschaft war auch bereit, den Sohn als weiteren Geschäftsführer zu bestellen und ihm eine Minderheitsbeteiligung an dem Unternehmen einzuräumen, so dass alle auch nach dem Verkauf der väterlichen Firma finanziell entsprechend versorgt sind.  Wir konnten den Senior von unserer, wie wir meinen, für alle Seiten guten Lösung nicht überzeugen. Vielmehr wurden wir beauftragt, für den Sohn eine geeignete „Lehrstelle“ zu suchen, wo er sich die Geschäftsführerqualitäten aneignen kann.

Er selber wolle dann den Betrieb eben noch einige Jahre weiterführen bis der Sohn, dann mit dem nötigen Rüstzeug ausgestattet, den Betrieb übernehmen kann. Für uns war damit das Mandat beendet.

 Inzwischen sind 6 Jahre ins Land gegangen und seit ca. einem Jahr sind wir wieder für das Unternehmen tätig.  Der Sohn ist nicht wieder in die elterliche Firma zurückgekehrt, der Vater musste sich, krankheitsbedingt immer mehr aus dem Unternehmen zurückziehen und hatte sich zwischenzeitlich einen technischen Geschäftsführer zur Seite genommen, der leider kaufmännisch „etwas unterbelichtet“ war, so dass das Unternehmen in die roten Zahlen gelangte. Seit rd. einem Jahr unterstützen wir den Senior wieder, sowohl im operativen als auch im strategischen Bereich durch unser im Netzwerk vorhandenes geballte Praktikerwissen und durch unsere professionelle Umsetzungsbegleitung.    

 Gemeinsam mit dem Senior und Alleingesellschafter führen wir jetzt die Verkaufsverhandlungen. Zwischenzeitlich haben wir mit mehr als 15  Kaufinteressenten Gespräche geführt, bislang ohne nennenswerten Erfolg. Ein Verkauf des Unternehmens ist heute nur noch bei einer Preisvorstellung von max. 2 Mio. EURO möglich.

Fazit: „Wer zu spät kommt …“

Damit Sie nicht zu spät kommen, begleiten wir Sie gerne und geben Ihnen Planungssicherheit! Zu allen Beratungen bieten wir Ihnen ein kostenloses Vorgespräch mit individueller Leistungsbeschreibung und einen Kostenvoranschlag unter Berücksichtigung möglicher Beratungsförderung. Unsere erfahrenen Berater sind auch in Ihrer Nähe vertreten. Finden Sie Ihren regionalen Ansprechpartner über unsere Beraterübersicht, nutzen Sie unser Kontaktformular oder senden Sie eine Email an info@die-beraterprofis.de.