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Fördermittel

Was sind Fördermittel?

Ziel der Fördermittel ist es, ein Gut oder eine Dienstleistung zu subventionieren. Ein aufgrund der politischen oder volkswirtschaftlichen Bedeutung gewünschtes Produkt soll unterstützt werden, in dem ein hoher Herstellungspreis auf Verbraucherniveau gesenkt wird oder eine durch Marktversagen zu geringe Nachfrage des Produktes angehoben wird. Ein Beispiel hierfür sind Bankkredite für den Mittelstand, die Unterstützung umweltfreundlicher Energie oder in der Nachkriegszeit die Stützung des Preises der Steinkohle.

Wofür gibt es Fördermittel?

Existenzgründungen, Existenzfestigungen- und Erweiterungen von mittelständischen Unternehmen bilden die Grundlage für wirtschaftliches Wachstum, Innovation und Beschäftigung. Auch Unternehmen, welche sich in einer „wirtschaftlich schwierigen Situation“ befinden, können Fördermittel in Anspruch nehmen, da auch diese Unternehmen bei einer positiven Fortführungsprognose wieder für wirtschaftliches Wachstum und Erhalt der Arbeitsplätze beitragen. Nutzen von Fördermitteln?

Bei nicht oder nicht ausreichend vorhandenem Eigenkapital können Gründer/-innen mit Hilfe von Fördermitteln Vorhaben realisieren. Mit Fördermitteln können Vorhaben langfristig und günstig finanziert werden. Die Zinskosten senken sich in der Regel um ca. 2% jährlich (bei einem Investitionsbedarf von ca. 200.000 Euro bedeutet dies somit eine Einsparung von 4.000 Euro jährlich. Bei einer Kreditlaufzeit bedeutet das eine Zinseinsparung von 40.000 Euro, ohne Zinseszinsberechnung.

Fördermittel können bankübliche Sicherheiten ersetzen, d.h. dass Fördermittel in der Regel eine zusätzliche Haftungsfreistellung der Hausbank beinhalten und somit die banküblichen Sicherheiten reduziert werden. Falls keine banküblichen Sicherheiten zur Verfügung stehen, können zusätzliche Ausfallbürgschaften beantragt werden. Fördermittel stärken die Eigenkapitalstruktur. Weitere Möglichkeiten der Förderung sind: "Billige Arbeitskräfte" durch Übernahme von Lohnkosten. Beteiligung an den Lohnkosten bis zu 70% des Bruttogehaltes. Die Kosten einer Unternehmensberatung werden bis zu 90% durch Fördermittel übernommen. Zuschüsse für technologieorientierte Firmen bis zu 50% der Investitionskosten.

Die wesentlichen Fördermittel sind:

Zinsgünstige und zinslose Darlehen:

Darlehen stellen das klassische Instrument zur Förderung von Investitionsvorhaben dar und gewähren dem Unternehmen einen Geldvorteil gegenüber marktüblichen Konditionen. Die Vorteile von Förderdarlehen sind gegenüber dem Marktzinsniveau günstigere und über lange Zeiträume feste Zinssätze, lange Laufzeiten und tilgungsfreie Anlaufjahre. Sie werden meistens unter Einschaltung der Hausbanken aus öffentlichen Mitteln gewährt. Viele Darlehen bieten weiterhin die Möglichkeit, eine Haftungsfreistellung der Hausbank zu beantragen (siehe Bürgschaftsbank).

Verlorene Zuschüsse:

Verlorene Zuschüsse gewähren dem Unternehmen die direkte Übernahme von Kosten für bestimmte Handlungen. Diese werden meistens in der Form der Anteilsfinanzierung, bei Vorlage der entsprechenden Ausgaben, gewährt und müssen nicht zurückgezahlt werden. Zuschüsse können beispielsweise bei Existenzgründungen aus der Arbeitslosigkeit, EXIST-Gründerstipendium für Gründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen oder bei Förderung von Unternehmensberatungen bzw. Coachingmaßnahmen in Anspruch genommen werden. Investitionszuschüsse werden überwiegend in den Fördergebieten der Gemeinschaftsaufgabe gewährt. Diese Investitionszuschüsse sind an besondere Voraussetzungen wie Schaffung bzw. Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen gebunden.

Bürgschaften:

Bürgschaften ergänzen oder ersetzen bankübliche Sicherheiten. Bürgschaften ermöglichen so, bei nicht ausreichenden Sicherheiten, die Aufnahme von Fremdkapital. Die Absicherung erfolgt sowohl für Förderdarlehen als auch für Hausbankdarlehen. Als wichtigstes Institut sind hier die Bürgschaftsbanken als regionale Selbsthilfeeinrichtungen der Wirtschaft in den Bundesländern zu nennen.

Beteiligungen:

Beteiligungen gewähren dem Unternehmen zusätzliches Eigenkapital. Das Eigenkapital wird als stille Beteiligung oder als direkte Beteiligung am Stammkapital des Unternehmens gewährt. Beteiligungen können bei technologieorientierten Gründungsvorhaben, aber auch bei mittelständischen Innovations- und Wachstumsvorhaben mit größerem Kapitaleinsatz in Anspruch genommen werden.

Wer vergibt Fördermittel?

Je nach Finanzbedarf und Zielgruppe bieten Bund und Länder – teilweise mitfinanziert aus Mitteln der EU – unterschiedliche Förderinstrumente zur Unterstützung von Existenzgründern- und Gründerinnen, sowie mittelständischen Unternehmen an.

Wie kann man Fördermittel in Anspruch nehmen?

Vorab sollte man eine Fördermittelrecherche (Analyse) durchführen. Die wichtigsten Daten für eine Analyse von Fördermitteln sind:

  • Firma, Anschrift
  • Umsatz, Mitarbeiter, Bilanzsumme
  • Neue Mitarbeiter
  • Projektwert – Kapitalbedarf
  • Standort der Investition
  • Zeitraum der Umsetzung
  • Ansprechpartner und Funktion
  • Bisherige Entwicklung
  • Eingetragene Patente
  • Bisherige Fördermittel
  • Informationen zum Projekt

Das Ergebnis der Fördermittelberatung wird dann in einen kompletten und umfassenden Businessplan eingearbeitet. Ein schlüssiger und überzeugender Businessplan ist die entscheidende Voraussetzung für eine Genehmigung und Inanspruchnahme von Fördermitteln. Die Genehmigung von Fördermitteln ist stets an konkrete Voraussetzungen gebunden. Diese sollen dazu beitragen, dass ausschließlich förderwürdige Vorhaben unterstützt werden. Mitfinanziert werden grundsätzlich nur Vorhaben, welche einen nachhaltigen Erfolg erwarten lassen und deren Gesamtfinanzierung gesichert ist. Anträge müssen vor Beginn des Vorhabens gestellt werden. Für finanzielle Verpflichtungen, die vor Antragstellung eingegangen werden, wie z. B. Kaufverträge, gibt es grundsätzlich keine Förderung.

Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass für nahezu 90% aller Investitionen Fördermittel zur Verfügung stehen. Wichtig ist, dass diese Fördermittel umfassend recherchiert und in einen überzeugenden Businessplan eingearbeitet werden.

Die wichtigsten Förderprogramme auf einen Blick:

  • Beratungsförderung des Landes: z.B. Betriebsberatung
  • Beratungsförderung des Bundes: z.B. Unternehmensberatung
  • Innovationsförderung Land: z.B. ERP Regionalförderung
  • Innovationsförderung Bund: ZIM Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand
  • Investitionsförderung Land: GA Förderung, Regionalförderung
  • Wir beraten Sie gerne rund um das Thema Fördermittel. Aus über 1000 Förderprogrammen finden wir das richtige für Sie und unterstützen Sie bei der Antragstellung.

Zu allen Beratungen bieten wir Ihnen ein kostenloses Vorgespräch mit individueller Leistungsbeschreibung und einen Kostenvoranschlag unter Berücksichtigung möglicher Beratungsförderung.

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