27.2.15: Aus der Praxis - Nachfolgeregelung

Dirk Düing - 27.02.2015

Ausgangsbasis und Problemstellung
Durch die plötzliche schwere Krankheit und den andauernden schlechten Gesundheitszustand des Unternehmensgründers und alleinigen Gesellschafter-Geschäftsführers eines Straßen- und Tiefbauunternehmens mit 61 Mitarbeitern, davon 5 Mitarbeiter aus der Familie, kam der Betrieb in eine Führungs-, Ertrags- und Liquiditätskrise. Die Banken gaben kein Geld mehr, da sie das Unternehmen als führungslos sah. Es drohte letztlich eine Insolvenz.

Bis dato wurden alle Entscheidungen von dem bisherigen Geschäftsführer alleine getroffen, es gab weder eine Vertretungs- oder Nachfolgeregelung, noch waren die  Arbeitsabläufe und Zuständigkeiten klar geregelt. Die beruflichen Ziele der Familienmitglieder und das Verhältnis untereinander war sehr angespannt, zudem musste das Ausscheiden von zwei langjährigen Mitarbeitern aus den Bereichen Kalkulation/Abrechnung sowie der  Buchhaltung auf den Weg gebracht werden. Hinzu kam die Verflechtung des Unternehmens mit zwei weiteren Unternehmen, die unter anderem zur einer hohen Intransparenz der tatsächlichen Ertragslage des Unternehmens führte.

In dieser Situation wurden wir mit einer betriebswirtschaftlichen Beratung beauftragt. 

Unser Lösungsweg:
Nach einer Analyse der Ertrags- und Liquiditätslage wurden Gespräche mit den im Unternehmen tätigen Familienmitgliedern und den Mitarbeitern aus dem Büro geführt und ein Führungsstab gebildet, der unter einer „kommissarischen“ Geschäftsführerin von nun an mit unserer Unterstützung das Unternehmen führte. Gleichzeitig wurden die Voraussetzungen für  eine Nachfolgeregelung geschaffen. Aus der Analyse des Unternehmens ergaben sich verschiedene Maßnahmen, die aktiv begleitet wurden. So wurden die Verflechtung der drei Unternehmen  überprüft und bereinigt, das Abrechnungssystem in dem Bauunternehmen verbessert, ein ordentliches Mahnwesen, ein Baustellencontrolling und  eine Kosten- und Leistungsrechnung eingerichtet, die eine Nachkalkulation der Baustellen ermöglicht. Mit einem ausführlichen Beratungsbericht mit Ertrags- und Liquiditätsplanung konnte die Hausbank überzeugt werden, so  dass auch hier die Lage verbessert werden konnte.

Die Umsetzung der Handlungsempfehlungen wurde aktiv begleitet. Die Beratungskosten durch die Förderinstitute bezuschusst. Das Unternehmen ist inzwischen auf einem guten Weg aus der Krise. 

Planen Sie auch die Übergabe Ihres Geschäfts oder haben Sie anderweitigen Handlungsbedarf. Wir helfen Ihnen gerne!

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