27.12.17 Liquiditätsengpässe rechtzeitig erkennen und beseitigen

Oberstes Ziel jeglicher Liquiditätsplanung ist eine möglichst genaue Planung und Steuerung der kurz- und langfristigen Zahlungsfähigkeit, um existenzbedrohende Engpässe im Unternehmen zu vermeiden. Mit Hilfe einer detaillierten Liquiditätsplanung, in der alle voraussichtlichen Zahlungsströme abgebildet werden, können Sie den permanenten Überblick über die aktuelle und zukünftige Zahlungsfähigkeit gewährleisten. So können Zahlungsengpässe frühzeitig erkannt und rechtzeitige Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden.  [...]

20.12.17 Value Chain Analyse als Unterstützung für differenzierte Entscheidungen!

Von einer Value Chain spricht man, wenn mehrere Wertschöpfungsprozesse aneinandergereiht werden. Dabei wird zwischen den sogenannten innerbetrieblichen und überbetrieblichen Abläufen unterschieden. Die durch die Value Chain Analyse gewonnenen Daten sind besonders für das strategische Management und Supply Chain Controlling interessant, da künftige Entscheidungen auf Grund dieser Erkenntnisse differenziert abgewogen werden.  [...]

06.12.17 Detaillierte Rentabilitätsplanung als Entscheidungsgrundlage bei der Existenzgründung

Der Schritt in die Selbstständigkeit sollte gut überlegt und geplant werden, da er in der Regel mit vielen Veränderungen verbunden ist, beispielsweise mit der Kündigung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses. Eine realistische und gewissenhaft geplante Rentabilitätsplanung gibt Ihnen planerische Sicherheit!  [...]
 

22.11.17 Auswirkungen von Basel III auf den Mittelstand

Dirk Düing -  22.11.2017


Von Basel I bis Basel III

1974 wurde der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht gegründet. Mitglieder sind die Chefs der Zentralbanken und der nationalen Aufsichtsbehörden der wichtigsten Wirtschaftsnationen.

Um sicherzustellen, dass Banken bei Kreditgeschäften über ausreichend eigene Mittel verfügen, wurden 1988 in dem mit Basel I bezeichneten Beschluss von den Kreditinstituten verlangt, dass sie eine Mindestkapitalquote von acht Prozent vorhalten.

Vor dem Hintergrund unerwarteter Unternehmensinsolvenzen und damit einhergehender Kreditausfälle wurde deutlich, dass ein einheitliches Risikogewicht für alle Darlehen an Unternehmen ein zu grobes Raster darstellt. Deshalb diente Basel II insbesondere dem Ziel, Differenzierungen beim Risikogewicht zu erreichen. Die Höhe des vorzuhaltenden Eigenkapitals je verliehenen Euro richtet sich seit 2004 daher insbesondere nach der Bonität beziehungsweise dem Rating des jeweiligen Kreditnehmers: Kredite an Unternehmen mit schlechterer Bonität müssen mit mehr Eigenkapital unterlegt werden. Seit Anfang 2008 gilt Basel II in Deutschland und der gesamten EU.

Im Zusammenhang mit Basel II führten die Kreditinstitute flächendeckend Rating-Systeme ein, die seither Auswirkungen auf die Kreditkonditionen haben.Infolge der Wirtschafts- und Finanzmarktkrise beschlossen die zwanzig größten Wirtschaftsnationen (G20) das vom Baseler Ausschuss im Dezember 2010 ausgearbeitete Konzept Basel III, um das globale Finanzsystem zu stabilisieren und damit das Risiko einer neuen Krise einzudämmen.

Auswirkungen auf die Kreditinstitute

Basel III ergänzt die bisherigen Regelungen aus Basel I und II und steigert das verpflichtend vorgeschriebene Niveau und die Qualität des durch die Banken vorzuhaltenden Eigenkapitals erheblich. Kreditinstitute müssen künftig ca. ein Drittel mehr und qualitativ besseres und damit teureres Eigenkapital bereithalten. Außerdem kommen erstmals internationale Liquiditätsregeln für die Banken und eine Verschuldungsobergrenze hinzu. Dies bedeutet z. B., dass langfristige Firmenkredite fristenkongruent, also ebenfalls langfristig und damit teuer refinanziert werden müssen. Die Anforderungen sollen für eine gewisse Unabhängigkeit der Banken voneinander sorgen. So sollen Risiken, die sich aus der dichten Verknüpfung der Banken untereinander ergeben, reduziert werden.

Auswirkungen auf die Unternehmensfinanzierungen

Angesichts der eingeschränkten Risikoübernahmemöglichkeiten der Kreditwirtschaft durch Basel III dürften zukünftig Betriebe mit mittlerem Rating mit höheren Finanzierungskosten und Anforderungen an Sicherheiten zu rechnen haben. Mit einer Verringerung langfristiger Finanzierungen ist zu rechnen.
Unternehmensanalyse, -planung und Finanzkommunikation gewinnen weiter an Bedeutung. Risikoreiche Finanzierungen von Existenzgründungen, Unternehmensnachfolgen und Innovationen werden voraussichtlich noch schwieriger darzustellen und sehr von dem schlüssigen Konzept abhängig sein.

Was können Sie tun?

Sicherheiten:

Prüfen Sie, welche Sicherheiten Sie zur Verfügung stellen können und wollen!

Sicherheiten stellen für die Bank Garantien dar für den Fall, dass der Kreditnehmer den Kredit nicht zurückzahlen kann. Je werthaltiger die Sicherheiten, die Sie der Bank anbieten, desto geringer sind die Eigenkapitalkosten der Bank und folglich die Kosten, die sie Ihnen für die Kreditaufnahme in Rechnung stellt. Vielfach sind Sicherheiten die Voraussetzung, um überhaupt einen Kredit von der Bank zu bekommen. Dieser Zusammenhang wird mit den Regelungen von Basel III eher noch verstärkt. Im Einzelfall kann es sinnvoll sein, wenn Sie bei fehlenden Sicherheiten Ihren Kreditantrag mit der Bürgschaft einer Bürgschaftsbank kombinieren.

Alternative Finanzierungsformen:

Nutzen Sie alternative Finanzierungsformen wie Leasing oder Factoring!

Bankkredite sind Fremdkapital und mindern die Eigenkapitalquote. Durch den Einsatz von Leasing statt eines Bankkredites wirken Sie dem entgegen.
Mit dem Einsatz von Factoring verbessern Sie die Liquiditätssituation im Unternehmen.

Förderkredite:

Nutzen Sie die Angebote der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) oder der Landesförderinstitute für langfristige Investitionen zu einem günstigen Zinssatz!

In der Regel sind mit den Förderkrediten Haftungsfreistellungen zugunsten der finanzierenden Hausbank verbunden, die ihre Sicherheiten-Situation verbessern.

Rating und Finanzkommunikation:

Nehmen Sie aktiv Einfluss auf den Ratingprozess!

Der Zusammenhang zwischen Rating und Kreditkonditionen wird sich unter Basel III noch verstärken. Sprechen Sie mit Ihrem Bankberater über mögliche Schwächen Ihres Unternehmens und fragen Sie nach Verbesserungsvorschlägen für Ihr Rating. Mit Basel III erhält die enge und stabile Beziehung zwischen Unternehmen und Hausbank noch mehr Gewicht. Die Bank sollte in die Lage versetzt werden, alle relevanten Abläufe in Ihrem Unternehmen nachvollziehen zu können.

Beratungszuschüsse:

Nutzen Sie die Angebote der Förderinstitute für die Beratung durch zertifizierte Unternehmensberater!

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, die KfW und die Landesförderinstitute bezuschussen den Einsatz von qualifizierten Unternehmensberatern, die Sie bei der Durchsetzung Ihrer Interessen unterstützen.

Möchten Sie mehr zum Thema Basel III und den Auswirkungen auf Ihr Unternehmen erfahren oder haben Sie anderweitigen Handlungsbedarf? Wir helfen Ihnen gerne!

Zu allen Beratungen bieten wir Ihnen ein kostenloses Vorgespräch mit individueller Leistungsbeschreibung und einen Kostenvoranschlag unter Berücksichtigung möglicher Beratungsförderung. Unsere erfahrenen Berater sind auch in Ihrer Nähe vertreten. Finden Sie Ihren regionalen Ansprechpartner über unsere Beraterübersicht, nutzen Sie unser Kontaktformular oder senden Sie eine Email an info@die-beraterprofis.de.