27.12.17 Liquiditätsengpässe rechtzeitig erkennen und beseitigen

Oberstes Ziel jeglicher Liquiditätsplanung ist eine möglichst genaue Planung und Steuerung der kurz- und langfristigen Zahlungsfähigkeit, um existenzbedrohende Engpässe im Unternehmen zu vermeiden. Mit Hilfe einer detaillierten Liquiditätsplanung, in der alle voraussichtlichen Zahlungsströme abgebildet werden, können Sie den permanenten Überblick über die aktuelle und zukünftige Zahlungsfähigkeit gewährleisten. So können Zahlungsengpässe frühzeitig erkannt und rechtzeitige Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden.  [...]

20.12.17 Value Chain Analyse als Unterstützung für differenzierte Entscheidungen!

Von einer Value Chain spricht man, wenn mehrere Wertschöpfungsprozesse aneinandergereiht werden. Dabei wird zwischen den sogenannten innerbetrieblichen und überbetrieblichen Abläufen unterschieden. Die durch die Value Chain Analyse gewonnenen Daten sind besonders für das strategische Management und Supply Chain Controlling interessant, da künftige Entscheidungen auf Grund dieser Erkenntnisse differenziert abgewogen werden.  [...]

06.12.17 Detaillierte Rentabilitätsplanung als Entscheidungsgrundlage bei der Existenzgründung

Der Schritt in die Selbstständigkeit sollte gut überlegt und geplant werden, da er in der Regel mit vielen Veränderungen verbunden ist, beispielsweise mit der Kündigung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses. Eine realistische und gewissenhaft geplante Rentabilitätsplanung gibt Ihnen planerische Sicherheit!  [...]
 

15.03.17 Schufa – Hilfe oder Hindernis bei der Kreditvergabe?

Stefan Lang - 15.03.2017

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung (Schufa) speichert Bonitätsdaten von Verbrauchern und gibt sie an Banken und Unternehmen weiter, damit diese vor Kreditvergabe oder Vertragsabschluss die Zahlungsfähigkeit ihrer Kunden prüfen können. Neuerdings bietet sie auch Kompaktauskünfte über kleinere Firmen an. Diese Bonitätsauskunft kann mittelständischen Unternehmen bei der Kreditaufnahme und Vertragsverhandlungen helfen, ebenso aber auch hinderlich sein. Nach landläufiger Meinung ist an einer Kreditverweigerung der Bank sowieso fast immer die Schufa-Datenbank schuld...

Da Unternehmen im Gegensatz zu Privatkunden fast immer auf Rechnung zahlen, kann eine Bonitätsauskunft über Geschäftspartner das Verlustrisiko durch unbezahlte Rechnungen einschränken. Etwa 80 Prozent aller Kunden sind Firmen wie etwa Bauzulieferer, Handelsunternehmen und Vermieter. Auch Banken nutzen mittlerweile das Angebot der Schufa und können ihren Kunden dadurch zeitnah mitteilen, ob einer Kreditvergabe zugestimmt wird. Die Aufnahme eines Kredits wird dadurch für den Mittelstand wesentlich einfacher als bisher, da sich die Banken durch den relativ hohen Aufwand einer Bonitätsprüfung in der Vergangenheit mit der Kreditvergabe an kleine Mittelständler eher schwer taten.

Mit der Kompaktauskunft bietet die Schufa nun eine kostengünstige Ersteinschätzung. Die Auskünfte unterscheiden sich dabei in sogenannte A- und B-Auskünfte. Eine Schufa-Auskunft der Kategorie B beinhaltet Informationen über die Zahlungsmoralität, beispielsweise über die pünktliche Zurückzahlung von Kreditraten. Die A-Auskunft enthält Informationen zu den vollständigen Belastungen. Auf Grund höherer Kreditvergabe sind Banken und Leasing-Unternehmen in der Regel A-Vertragspartner, Versandhäuser und Telefongesellschaften erhalten nur die B-Auskunft.

Die Kreditwürdigkeit einer Gaststätte ist beispielsweise stark vom Inhaber abhängig. Informationen über sein privates Zahlungsverhalten liegen in der Verbraucherdatenbank vor, so dass die Schufa durch die Verknüpfung mit der Unternehmensdatenbank ebenso die Bonität der Gaststätte einschätzen kann. Laut Statistik birgt die Kreditvergabe an kleine Unternehmen ein höheres Risiko, wenn die oberste Führungsriege private Zahlungsschwierigkeiten hat.

Die Idee der Kompaktauskunft kommt von den Schufa-Eigentümern selbst. Über viele der 4,5 bis 5 Mio. deutscher Unternehmen lagen bisher nur wenige Informationen vor, so dass - vor allem aus Sicht der Banken - in der Bonitätsbewertung von Selbständigen und Gewerbetreibenden eine echte Marktlücke bestand. Die Schufa bündelt verfügbare Daten wie Bilanzkennzahlen und früheres Zahlungsverhalten und berechnet daraus einen Bonitätsindex, der die Ausfallwahrscheinlichkeit des Mittelständlers angibt. Den Grad der Kreditwürdigkeit bezeichnet ein sogenannter Score, bei dem es sich um einen Wert zwischen 1 und 100 handelt. Je niedriger der Wert, desto weniger kreditwürdig wird die betreffende Person oder auch das Unternehmen eingestuft. Der Score bietet lediglich einen Orientierungswert, da die Schufa keinen direkten Einfluss auf die Kreditvergabe besitzt. Die endgültige Entscheidung liegt allein beim Kreditgeber.
Der Score-Wert bezieht sich allerdings nicht auf die ganz persönliche Kreditwürdigkeit, sondern gibt den Wert einer statistischen Vergleichsgruppe an. Angaben über das Einkommen dürfen dabei nicht erfasst werden.

Bei der SCHUFA-Bewertung werden folgende Angaben berücksichtigt:

  • Wohnort (negativ bewertete Wohngegend)
  • Häufigkeit der Adresswechsel (mögliches Versteckspiel mit Gläubigern)
  • Verheiratet oder ledig (Verheiratete haben eine bessere Zahlungsmoral)
  • Geschieden (evtl. Unterhaltsansprüche senken die Bonität)
  • Kinder (bei vielen Kindern sinkt der Score-Wert)
  • Arbeitgeber
  • Beruf
  • Beschäftigungsdauer
  • finanzielle Verhältnisse (Guthaben, Anzahl und Höhe von Krediten)

Weitere gespeicherte Daten sind u.a. die Anzahl der eröffneten Girokonten und Kreditkarten, bestehende Kredit- und Leasingverträge, offene Forderungen sowie genutzte Handy- und sonstige Telekommunikationsverträge. Auch persönliche Daten wie die aktuelle Anschrift, frühere Anschriften, Name und Vorname, Geburtsdatum und Geschlecht werden gespeichert: Die Anzahl der insgesamt gespeicherten Daten ist also beträchtlich. Laut Jahresbericht der Schufa aus dem Jahr 2012 umfasst die Datei 612 Millionen Informationen von über 66 Millionen Verbrauchern.

Ein schlechter Score kann unter Umständen auch durch fehlerhafte Daten zustande kommen. Nach Paragraf 34 des Bundesdatenschutzgesetzes haben Sie das Recht, Ihre Schufa-Daten einzusehen. Einmal jährlich können Sie Ihre persönliche Schufa-Auskunft sogar kostenfrei anfordern und die üblichen Bearbeitungsgebühren von 18,50 EUR sparen.

Möchten Sie mehr darüber erfahren, wie Sie Ihren Score verbessern können oder haben Sie anderweitigen Handlungsbedarf? Wir helfen Ihnen gerne!

Zu allen Beratungen bieten wir Ihnen ein kostenloses Vorgespräch mit individueller Leistungsbeschreibung und einen Kostenvoranschlag unter Berücksichtigung möglicher Beratungsförderung. Unsere erfahrenen Berater sind auch in Ihrer Nähe vertreten. Finden Sie Ihren regionalen Ansprechpartner über unsere Beraterübersicht, nutzen Sie unser Kontaktformular oder senden Sie eine Email an info@die-beraterprofis.de.