27.12.17 Liquiditätsengpässe rechtzeitig erkennen und beseitigen

Oberstes Ziel jeglicher Liquiditätsplanung ist eine möglichst genaue Planung und Steuerung der kurz- und langfristigen Zahlungsfähigkeit, um existenzbedrohende Engpässe im Unternehmen zu vermeiden. Mit Hilfe einer detaillierten Liquiditätsplanung, in der alle voraussichtlichen Zahlungsströme abgebildet werden, können Sie den permanenten Überblick über die aktuelle und zukünftige Zahlungsfähigkeit gewährleisten. So können Zahlungsengpässe frühzeitig erkannt und rechtzeitige Lösungsmöglichkeiten erarbeitet werden.  [...]

20.12.17 Value Chain Analyse als Unterstützung für differenzierte Entscheidungen!

Von einer Value Chain spricht man, wenn mehrere Wertschöpfungsprozesse aneinandergereiht werden. Dabei wird zwischen den sogenannten innerbetrieblichen und überbetrieblichen Abläufen unterschieden. Die durch die Value Chain Analyse gewonnenen Daten sind besonders für das strategische Management und Supply Chain Controlling interessant, da künftige Entscheidungen auf Grund dieser Erkenntnisse differenziert abgewogen werden.  [...]

06.12.17 Detaillierte Rentabilitätsplanung als Entscheidungsgrundlage bei der Existenzgründung

Der Schritt in die Selbstständigkeit sollte gut überlegt und geplant werden, da er in der Regel mit vielen Veränderungen verbunden ist, beispielsweise mit der Kündigung eines bestehenden Arbeitsverhältnisses. Eine realistische und gewissenhaft geplante Rentabilitätsplanung gibt Ihnen planerische Sicherheit!  [...]
 

14.11.16 Inventur des Vorratsvermögens

Jürgen Haas - 14.11.2016

Die Aufstellung und Bewertung sämtlicher Vermögensgegenstände und Schulden, das sogenannte Inventar, gehört für alle Kaufleute gemäß §240 HGB zu den verpflichtenden und anspruchsvollen Aufgaben als Grundlage für die Jahresabschlusserstellung.

Die Praxis ermöglicht unter Anwendung der maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften dabei unterschiedliche Inventurverfahren, abhängig vom Zeitpunkt der körperlichen Bestandsaufnahme:
Stichtagsinventur

  • Zeitlich ausgeweitete Stichtagsinventur
  • Vor- oder nachgelagerte Stichtagsinventur
  • permanente Inventur
  • Stichprobeninventur 

Grundsätze der Inventurerstellung:
Bei der Vorratserfassung haben sich in der Praxis verschiedene Inventurverfahren entwickelt. Es gelten jedoch immer die dazu maßgeblichen gesetzlichen Vorschriften und Prinzipien ordnungsgemäßer Inventur. Bei der Bewertung des Vorratsvermögens gilt in der Regel der Grundsatz der Einzelbewertung. Gewisse Vereinfachungen ergeben sich aus § 240 Abs. 3 HGB bei der Bildung von Festwerten. Bei gleichartigen Vermögensgegenständen des Vorratsvermögens ist die Zusammenfassung zu einer Gruppe möglich, welche mit dem gewogenen Durchschnittswert angesetzt werden kann. Anerkannte Verfahren sind die Lifo- und Fifo-Methode.

Nach dem Grundsatz der Vollständigkeit sind demnach nicht nur die Vermögensgegenstände zu erfassen, die zivilrechtlich dem Kaufmann gehören, sondern auch jene, die ihm nach der wirtschaftlichen Sichtweise (z. B. bei Eigentumsvorbehalt) zugeordnet werden können. Am Abschlussstichtag müssen alle unternehmenseigenen und fremden Vorräte innerhalb des Unternehmens und alle eigenen Vorräte außerhalb des Unternehmens erfasst werden, so z. B. auch Kommissionswaren, schwimmende oder rollende Waren.

Bewertung und Gliederung des Vorratsvermögens:
Nach § 253 Abs. 1 HGB sind Vermögensgegenstände höchstens mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten anzusetzen. Dabei schreibt das Handelsrecht zwingend den Ansatz des niedrigeren Werts vor (Niederstwertprinzip). Die Untergliederung erfolgt in drei Bereiche:

  • Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe,
  • unfertige Erzeugnisse/unfertige Leistungen
  • sowie fertige Erzeugnisse/Waren.

1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
Bei produzierenden Unternehmen stellen die Rohstoffe die Hauptbestandteile der Fertigung dar. Hilfsstoffe besitzen grundsätzlich eine untergeordnete Bedeutung und dienen dazu, die Erzeugnisse verkaufsfähig zu machen. Die Betriebsstoffe werden für alle betrieblichen Bereiche verwendet. Hierzu zählen insbesondere die allgemeinen Verwaltungs- und Vertriebskosten.

2. Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen
Unfertige Erzeugnisse sind alle Vermögensgegenstände, die zum Verkauf bestimmt sind und am Abschlussstichtag noch nicht den endgültigen Veräußerungszustand erreicht haben. Die Bewertung erfolgt nach ihren Herstellungskosten, besonders den Materialkosten und Fertigungslöhnen, gerechnet auf den jeweiligen Fertigungsstand. Als unfertige Leistungen bezeichnet, werden in Ausführung befindliche Aufträge von Dienstleistungs- und Bauunternehmen für unfertige Bauten, die auf fremden Grund und Boden errichtet worden sind.

3. Fertige Erzeugnisse und Waren
Zu den fertigen Erzeugnissen gehören alle selbst hergestellten, verkaufsfertigen Güter. Waren sind angeschaffte Gegenstände, die ohne oder nur mit unwesentlicher Be- oder Verarbeitung der Veräußerung dienen

Aus Qualitätsgründen oder mangelndem Warenabsatz können Abwertungen angesetzt werden.

Prüfungshandlungen bei der Jahresabschlusserstellung
Je größer der Gesamtwert des Vorratsvermögens, desto wesentlicher ist er für die Bilanz insgesamt. Grundsätzlich wird das Vorratsvermögen durch den Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bei Erstellung des Jahresabschlusses nicht geprüft. Üblicherweise wird die Prüfung im Rahmen der Abschlussarbeiten nur in relativ geringem Umfang und nur bei besonderer Werthaltigkeit dieser Bilanzposition durchgeführt. Bei offensichtlichen Auffälligkeiten und Unstimmigkeiten besteht jedoch Prüfungsbedarf.

Eine umfassendere Prüfung wird immer dann vorausgesetzt, wenn bei einem Unternehmen die Bilanz als Grundlage einer Kreditgewährung dient.

Möchten Sie mehr über die Inventur des Vorratsvermögens bezogen auf Ihr Unternehmen wissen oder haben Sie anderweitigen Handlungsbedarf? Wir helfen Ihnen gerne!

Zu allen Beratungen bieten wir Ihnen ein kostenloses Vorgespräch mit individueller Leistungsbeschreibung und einen Kostenvoranschlag unter Berücksichtigung möglicher Beratungsförderung. Unsere erfahrenen Berater sind auch in Ihrer Nähe vertreten. Finden Sie Ihren regionalen Ansprechpartner über unsere Beraterübersicht, nutzen Sie unser Kontaktformular oder senden Sie eine Email an info@die-beraterprofis.de.